Herbstfreizeittagebuch 2019

Veröffentlicht von Lea Franz am

Unsere Tagebücher bieten einen exklusiven Einblick in unsere Freizeit und ermöglichen es auch während den Freizeiten immer über die aktuellen Erlebnisse informiert zu werden. Dieses Jahr führt uns unser Weg nach Bad Grund.

Sonntag 06.10.2019

Die Abfahrt lief trotz Dauerregens gut ab. Der Bus kam pünktlich und wurde bis zum Rand befüllt.

Die auf 4 Stunden geplante Fahrt verlängerte sich auf 5,5 Stunden aufgrund von Baustellen und Stau. Kein Grund für schlechte Laune. Die Pause verbrachten wir auf dem Spielplatz der Raststätte (siehe Bild).

Direkt nach der Ankunft bezogen wir die Zimmer und bekamen die Hausregeln bzw. Regeln der Herbstfreizeit vorgestellt.

Danach wurden die Kinder in Abendrunden aufgeteilt. In den Abendrunden wurde der Name der jeweiligen Abendrunde beschlossen. Und die Teilnehmer haben vorgestellt was sie sich von der Freizeit erhoffen.

Um 19:00 Uhr gab es Abendessen: Tortellini mit Sahnesoße und Schinken oder mit Tomatensoße. Im Anschluss begannen die ersten KKK Dienste (Küchendienst abends).

Nach einer kurzen Pause ging es auch direkt mit dem Abendprogramm weiter. Um uns besser kennenzulernen haben wir mit den Kindern viele verschieden Kennenlernspiele gespielt.

Als Erstes malte jeder ein Portrait von sich innerhalb von 2,5 Minuten. Diese wurden dann gemischt und neu verteilt. Die Kinder und Betreuer sollten den Bild zugehörige Person finden und ihr drei Fragen stellen: Wie heißt du? Wie alt bist du? Und zum wievielten Mal bist du auf einer Herbstfreizeit dabei? Nachdem sich jeder gefunden hatte, stellte jeder seinen gefundenen Partner der Runde vor.

Als Zweites spielten wir das in unserer Herbstfreizeit traditionelle „Poolnudelschlagen“. Kurz gefasst eine Person steht in der Mitte mit der Poolnudel in der Hand und versucht die erst genannte Person mit der Poolnudel sanft zu berühren. Der Genannte nennt einen neuen Namen bevor er getroffen wird und so weiter bis der Genannte zu langsam ist und getroffen wird. Der Getroffene überlässt seinen Platz dem Schläger und nimmt seine Position ein.

Und zuletzt das Spiel „Obstsalat“. Einer steht in der Mitte wie beim Poolnudelschlagen, nur muss er sich einen Fakt ausdenken der mehrere Personen in der Runde betriff z.B. jeder der eine Brille trägt. Die Betroffenen stehen auf und müssen sich einen neuen Platz suchen. In der Zeit kann der Ausrufer sich einen Platz suchen. Derjenige der keinen Platz findet muss den nächsten Fakt nennen und so weiter.

Die Kinder hatten sichtlich Spaß. Aber die Meisten kannten nur wenige Namen, außer den Namen ihrer Freunde und Geschwister. Das haben wir mit den Spielen geändert 😉

Montag 07.10.2019

Der Morgen begann heute mit einem WarmUp, welches durch den verrückten Professor Karl Joseph Grund und seinen Assistenten Horst unterbrochen wurde. Professor KJG ist ein emeritierter Wissenschaftler, der Versuche zu Zeitreisen macht und gemeinsam mit Horst eine Zeitmaschine entwickelt hat.

Prof. Karl Josef Grund und sein Assistent Horst

Anlässlich des bevorstehenden 50 Jährigen KJG Jubiliäums wollen die Kinder ins Jahr 1970 reisen und der Gründung der KJG in Deutschland beiwohnen. Leider geht ihnen während der Reise die Zeitmaschine kaputt und das Dorf Bad Grund wird in ein Wikinger-Dorf versetzt.

Dort trafen die Kinder auf Norhain den Berserker, dessen Dorf Teile der Zeitmaschine gefunden hat und nur bereit ist, diese den Kindern zurück zu geben, wenn sie einige Aufgaben erfüllen. So mussten die Kinder vormittags bei einer Schnitzeljagd einige Rätsel lösen, um den Ort des Displays herauszufinden.

Geländespieltag

Am Nachmittag zeigte Norhain den Kindern einige Geländespiele, mit denen Wikinger-Jugendliche trainieren. Die Kinder erledigten alle Aufgaben und bekamen die Ersatzteile. Wir sind gespannt, wo wir morgen landen werden.

Nach der ganzen Anstrengung endete der Tag mit einem gemütlichen Abend. Die Kinder konnten wählen, ob sie Gesellschaftsspiele oder Werwolf spielen, ein Hörspiel anhörten oder malten.

Dienstag 08.10.2019

Als wir heute nach einer weiteren missglückten Zeitreise in die Steinzeit katapultiert wurden, empfing uns direkt ein genervter Höhlenmensch.

Da wir erst mal in dieser Zeit gefangen waren, zeigte uns dieser wie man töpfert, Spuren konserviert und wie man Speerspitzen herstellt. Dabei legten die Kinder viel Fantasie und Kreativität an den Tag.

Lasst eurer Kreativität freien Lauf 😉

Nach dem Mittagessen stapften wir durch Wald und Wiese, um zum Höhlenerlebniszentrum zu gelangen. Dort hatten wir eine spannende Führung durch den Iberg und lernten viel über Stalagmiten und die Bildung von Höhlen. Besonders iInteressant ist, dass der Berg vor etwa 385 Millionen Jahren ein Korallenriff in der Südsee war. Daher sind auch noch heute versteinerte Meeresbewohner in den Wänden der Höhle zu sehen.

Nach der Kuchenpause ging es zurück zum Haus.

Am Abend wurde das Wissen der Kinder über die Steinzeit, Dinosaurier und die KjG bei einem 1,2 oder 3-Quiz getestet. In der Zwischenzeit versuchte Horst die Zeitmaschine wieder in Gang zu bringen um endlich in die Gegenwart zurück zu reisen.

Mittwoch 09.10.2019

Nach einer ordentlichen Runde Morgensport in Form eines Spieles überraschte uns ein Mann in Toga beim Frühstück. Der Knall gestern Nacht hatte wohl etwas mit der Zeitmaschine am Hut. Schnell war klar: wir sind in der Antike gelandet.

Für uns bedeutet das: Ab in die Therme. Unser Ziel war die Sehusa Wasserwelt in Seesen. Dort verbrachten wir ganze 4 Stunden, bei Spiel, Spaß und Entspannung.

Der Weg ins Schwimmbad.

Für ein herausforderndes Spiel zum Abendprogramm waren nicht nur die Kinder zu müde, also wurde ein Film mit antiken Göttern gezeigt, der zu einigen Lachern führte. Da wir alle so erschöpft waren, hieß es danach „Zähne putzen, Pippi machen, ab ins Bett“.

Donnerstag, 10.10.2019

Heute hat uns die Zeitmaschine in den Wilden Westen geführt. Nachdem die Kinder morgens genug Energie erzeugt hatten, landeten wir durch die kaputte Zeitmaschine bei den Indianerkindern „kleiner Donner“ und „silberne Feder“, die den Kindern erzählten, dass der Totem ihres Volkes gestohlen wurde und dadurch die Totenruhe der Ahnen gestört war. Die Kinder hatten also eine Mission, der Totem musste zurück ins Indianerdorf gebracht werden.
Also galt es, sich in Stämmen zusammenzufinden, sich einen Indianernamen und einen Gruppennamen zu geben und Indianerausrüstung zu basteln. Neben kleinen Holztotems, Holzscheiben-Namensschildern und Kopfschmuck, bastelten wir auch Tomahawks (Indianerbeile) aus Küchenpapierrollen und Pappe.
Nachdem wir uns mit Maultaschen und Joghurt gestärkt hatten, galt es die Mission in die Tat umzusetzen – der Totem des Indianerstammes von „kleiner Donner“ und „silberne Feder“ wurde gesucht.

An verschiedenen Stationen trafen die Kinder auf Indianer und Bewohner des wilden Westens. Beim Cowboy wurde das Lasso geschwungen, das Cowgirl warf Hufeisen, eine Farmerin bat die Kinder Kühe zu melken und der Goldgräber brauchte Hilfe um seine Goldnuggets aus dem Sand zu sortieren. „Kleiner Donner“ zeigte den Kindern wie man eine Bola wirft, „silberne Feder“ benötigte die Unterstützung der Kinder um die im Fluss schwimmenden Äpfel, die sie verloren hatte, wieder einzusammeln, der Indianerhäuptling „starker Wolf“ trainierte mit den Kindern Blasrohrschießen und ein Bandit verkaufte munter brauchbare und unbrauchbare Dinger. Im Saloon galt es verschiedene Getränke am Geschmack zu erkennen und die Medizinfrau „Mediwini“ benötigte den richtigen Riecher der Kinder um Ihre Kräuter wieder zu erkennen. Am Ende musst eine Zahlencode im Gefängnis bewältigt werden, damit der Scheriff den eingeschlossenen Totem zur Versteigerung herausrückt. Die Kinder schafften es Gott sei Dank, während des Tages genug Goldtaler zu verdienen um den Totem zurück zu holen. Sie haben alle ihr Geld zusammengelegt und retteten damit die Totenruhe des Indianerstammes.
Am Abend trieb es die Kinder in eine Saloon, so wie es im Wilden Westen üblich ist. An verschiedenen Stationen konnte das vorab zur Verfügung gestellte Geld, durch geschickten Einsatz, verdoppelt werden. Der eine hatte Glück beim Pokern, der Andere gewann beim Dosenwerfen, Blackjack, Dart oder Pferderennen. Außerdem konnte man die Dame finden oder einen Wetteinsatz bei „Höher oder Niedriger“ machen. Für die Verpflegung wurde in der Bar gesorgt, dort gab es süffigen Erdbeer-, Mango- oder Mandarinenwhiskey.

Antrag auf den Verzicht von Palmöl auf der Freitzeit der Kinder

Die KjG ist demokratisch. Wir sind daher offen für Anträge der Kinder. Mit einer Unterschriftenaktion reichten sie den Antrag bei uns ein auf Nutella aufgrund des enthaltenen Palmöls zu verzichten. In einer geheimen Wahl wurde der Antrag von einer breiten Mehrheit der Kinder angenommen. Daher gab es ab Mittwoch keine Nutella mehr.
Später in der Woche erreichte uns ein weiterer Antrag gänzlich auf Palmöl zu verzichten. Wir einigten uns darauf die bereits gekauften Lebensmittel noch zu verwenden, aber keine neuen Lebensmittel zu kaufen, die Palmöl enthalten.
Damit die Fakten in den Diskussionen stimmten, bastelten die Betreuer den Kindern eine neutrale Infotafel mit allen wichtigen Informationen zum Thema Palmöl.
Wundern Sie sich also nicht, falls Palmöl zu Hause ein Thema sein wird.

Die improvisierten Wahlkabinen für die Abstimmung über den Antrag zum Verzicht auf Nutella

Freitag 11.10.2019

Obwohl wir uns richtig angestrengt haben, ist auch heute die Rückreise in die Gegenwart nicht geglückt. Die Indianer verschwanden und plötzlich stand Robin Hood vor uns. Heute also Mittelalter. 

In einem Impuls – mit unserem Gast Lena Ullges, Gemeindereferentin aus Heilig Kreuz – beschäftigten wir uns wie wir Licht in die Welt bringen können. 

Anschließend fuhren wir in die Stadt Clausthal-Zellerfeld. In einer spannenden Stadtrallye erkundeten wir die kleine Stadt. Die Menschen waren alle sehr hilfsbereit. Dadurch war es kein Problem Klopapier in tolle Sachen zu tauschen, ein Ei zu kochen und viele viele Fragen zu beantworten.

Gruppenbild in der Stadt (nur Kinder von denen wir die Bilder verwenden dürfen)

Hungrig und kaputt freuten wir uns über das Abendessen. 

Nachdem wir uns etwas aufgewärmt hatten, rundeten die großen Ritterspiele das Tages-Spektakel ab. Hier hieß es Betreuer gegen Kinder. 

Doch was ist das denn da für ein Lärm auf dem Flur mitten in der Nacht? Na klar, das Wecken für die Nachwanderung. Dieses Jahr machten wir uns in zwei Gruppen auf den Weg in den Wald. Mutig gingen die Kinder durch das Reich der Monster, Geister und Spinnen. An jeder Ecke wartete ein neue Herausforderung und manchmal dauerte es etwas länger bis der Mut gefasst wurde weiter zu laufen. Bei einem heißen Kakao konnte anschließend noch reichlich über den Schreck und die Begeisterung gesprochen werden. Jetzt aber schnell ins Bett.

Samstag 12.10.2019

Nach den Anstrengungen der Nacht klingelte der Wecker an diesem Morgen erst eine Stunde später.
Wie jeden Morgen haben wir uns zum Morgen Impuls getroffen. Neuer Tag neues Glück? naja nicht ganz. Heute haben wir durch das Ausschlafen so viel Energie gesammelt, dass wir doch glatt an der Gegenwart vorbei direkt 100 Jahre zu weit in die Zukunft geflogen sind… dort trafen wir einen Androiden Namens kluger Jakob G1. Der sich als Hausdruide um das noch bestehende Haus Bad Grund kümmert. Da sich die Essgewohnheiten zum Glück nicht wesentlich geändert hatten stand einem leckeren Frühstück nichts mehr im Wege.

Da Jakob G1 leider alleine war und keine weiteren Roboter angestellt waren um die Hausarbeit zu erledigten, gab es auch heute KKK-Dienste.

Danach spielten wir das Hausspiel. Dabei sind verschiedene Zahlenzettel um das Haus versteckt, die gesucht werden müssen. Ist eine Zahl gefunden, muss eine Aufgabe erfüllt werden, bevor man durch Würfeln auf die nächste Zahl vorziehen darf. Als die Gewinnergruppe feststand gingen alle hungrig zum Mittagessen, es gab Burger- denn es war ja Samstag (sonst gibt es Burger immer am 1. Abend – dieses Jahr sind wir allerdings an einem Sonntag gefahren 😉 Die Essensplanung nimmt die Küche sehr ernst. Danke an dieser Stelle für das leckere Essen!  

Am Nachmittag nutzen wir die Zeit um das neuerschienene virtuell reality Game Stratego auszuprobieren. Die Grafik, der Geruch und das Gefühl vom Wald- zum verwechseln ähnlich. Und sogar die Kratzer von Stürzen werden übertragen. Das Spiel ist wie jedes Jahr das absolute Highlight der Freizeit.

Stratego – Das brandneue VR-Game der Zukunft, absolut realistisch!

Jetzt wurde es aber Zeit, das wir nach Hause kamen… zum Glück waren wir in der Zukunft und Jakob G1 konnte uns die fehlenden Teile für die Zeitmaschine besorgen. Am Abend konnten wir diese durch lustige Tanzspiele erspielen und so die Zeitmaschine wieder zusammen setzen. Ein letzter Sprung …. und …. und … und… ja!!!! geschafft. Wir waren wieder zu Hause!
Weil wir unser Glück kaum fassen konnten, feierten wir eine große Party!

Endlich konnten wir die Zeitmaschine reparieren!

Sonntag 13.10.2019

Leider geht jede schöne Zeit einmal zu Ende. Schon vor dem Frühstück packten wir unsere Koffer. Beim Frühstück wurde noch die Siegerehrung der Stadtrallyey und des Hausspiels verkündet. Außerdem haben die Leitung (Katharina und Tobias) sowie die Küche (Alex und Simon) ein kleines Dankeschön und ein lautes Trullala bekommen. Aber nicht nur Ihnen danken wir an dieser Stelle. Danke an das Betreuerteam, welches diese Woche erst möglich gemacht hat. Danke an die Küche, die wieder eine spitzen Leistung hingelegt hat. Danke an die Kinder, die begeistert mitgemacht haben und viel Spaß hatten und zuletzt auch Danke an die Eltern, die uns jedes Jahr wieder ihr Vertrauen und super leckeren Kuchen schenken.

Es war eine schöne Freizeit an die wir noch lange zurück denken werden. Hoffentlich sehen wir uns in den Gruppenstunden oder den vielen Aktionen der KjG wieder!!!

Kategorien: HFZ Tagebuch

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